37. Internationaler ESTA Kongress in Wien, 3. – 8. April 2009

Der Internationale Kongress in Wien hatte als Motto Haydn’s Worte „meine Sprache verstehet man durch die ganze Welt“ – Musik als universale Sprache. Ein Themenschwerpunkt war also Joseph Haydn gewidmet, ein anderer Hauptthemenkreis der „Schmelztiegel Europa“.
Bruno GIURANNA (I) hielt eine Masterclass für Viola, Erich HÖBARTH (Vl, A) sowie Christophe COIN (Vlc, F) – beide vom Quatuor Mosaїque – haben sich jeweils in einer Masterclass mit Haydnquartetten auf „alten“ und „neuen“ Instrumenten befasst.
Eduard MELKUS (Vl) und Clemens HELLSBERG (Vorstand der Wiener Philharmoniker) befassten sich mit der Wiener Streichertradition, Michael FRISCHENSCHLAGER (Vl) mit Fritz Kreisler, Tobias KÜHNE (Vlc) mit den verschiedenen Fassungen von Beethoven's A-Dur Sonate, Rudolf PIETSCH mit den Streicherstilen entlang der Donau.
Marianne KROEMER berichtete uns über ihre so reichen ESTA Kongress- Erfahrungen und Eindrücke.
THOMASTIK-INFELD verriet uns Tipps und Tricks im Bereich der Saiten, der Verlag DOBLINGER präsentierte seine Neuerscheinungen im Haydn-Jahr und der Bogenmachermeister Thomas M. GERBETH öffnete für uns seine Werkstatt. Diverse Lectures befassten sich mit pädagogischen Themen wie „vom Musikschulalltag zum Wettbewerb“ oder mit der Begabtenförderung im Rahmen der Musikuniversitäten. Musik-Kinesiologie „mit Energie im Unterricht und auf der Bühne“ begleitete uns ebenfalls. In Österreich gehören auch GitarristInnen der ESTA an und so referierte Jorgos PANETSOS über das für uns alle interessante Thema „Auswendigspiel“.

Interessante Beiträge von unseren Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland, so z.B. von Pirkko SIMOJOKI aus Finnland „Bratschenunterricht von Anfang an?“. Das „Busk Aid“ - Projekt aus Großbritannien, ein Beitrag über den Geiger Franjo KREŽMA aus Kroatien sowie ein Referat über Schönbergs Violinkonzert aus Griechenland waren sehr bereichernd.

Arrivierte KünstlerInnen, aber auch junger und jüngster musikalischer Nachwuchs präsentierten sich in zahlreichen Konzerten. In einem Konzert im Musikverein (Brahmssaal) erklang Kammermusik von Joseph Haydn für Baryton und andere Streichinstrumente auf alten Instrumenten aus der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde. Einen Abend gestaltete das bekannte JESS-Trio und schließlich hat der prominente Geiger und Dirigent Ernst KOVACIC während des Kongresses unser wichtiges Kammerorchester-Projekt geleitet. Studierende aus allen ESTA-Mitgliedsländern brachten gemeinsam Werke von Haydn, Schönberg, Suk und Bartók im Abschlusskonzert zur Aufführung.

Ein Ausflug führte uns nach Eisenstadt, wo gerade im Haydn-Jahr besonders interessante Ausstellungen im Schloss Esterházy und in Haydn's Wohnhaus stattfanden und zu guter Letzt besuchten wir natürlich auch noch einen „Heurigen“ (Musik: das berühmte „Heanznquartett“). Nikolaus HARNONCOURT sagte „Jedes Kind hat das Recht auf Musik“ und Franz SCHUBERT meinte sogar: „Wer die Musik liebt, kann nie ganz unglücklich werden“.

Dem entsprechend konnte die ESTA-Österreich ca. 340 TeilneherInnen bei dieser Konferenz begrüßen – ein Rekord, der diese Veranstaltung mit viel Leben erfüllte und die bei einem Empfang im Rathaus ihren krönenden Abschluss in der Musik(Welthaupt)Stadt Wien erlebte.

Ulrike Danhofer
Wolfgang Klos (Präsident seit 2011)
ESTA Österreich

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