42. Internationaler ESTA Kongress, Dresden, 8. – 13. April 2014

Die Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden stellte den Referenten und Teilnehmern des 42. ESTA Kongresses für die täglichen Vorträge und Konzerte ihren großen atmosphärischen Konzertsaal zur Verfügung. Zum Auftakt und im Rahmen der Konzertreihe „Einstürzende Mauern“ im 25. Jahr nach dem Mauerfall gaben die Klangkörper der Hochschule und ihre Solisten ein chorsinfonisches Konzert mit Werken von Mozart, Lachenmann und Voigtländer. Das vielseitige Konferenzprogramm stand unter dem Motto „Grenzenlos Musik“. Verzichtet wurde auf gleichzeitig stattfindende Programmpunkte, sodass die Teilnehmer bei Interesse lediglich für eine Saitenberatung mit Pirastro oder die Workshops über Feldenkrais und Alexandertechnik den Raum wechseln mussten. Für Auflockerung sorgten eine Filmpräsentation, die nächtlichen Stadtrundfahrt durch Dresden und ein Gala-Abend im Ballhaus Watzke; es spielte das Salonorchester Cappuccino unter der Leitung von Albrecht Winter und sorgte für ausgelassene Stimmung.

Konzerte:
Hochschulsinfonieorchester und Hochschulchor: Chorsinfonisches Konzert in der Reihe „Einstürzende Mauern“ nach 25 Jahren Mauerfall von KlangNetz Dresden: Messe c-Moll KV 427 von Wolfgang A. Mozart, Notturno (Musik für Julia) von Helmut Lachenmann, Oratorium MenschenZeit von Lothar Voigtländer – Protagonisten aus Ost und West
Von Thord: Johannes Bergion am Cello und David Werthén am Bass
Sächsisches Landesgymnasium Carl Maria von Weber, Mario Zecher, Prof. Andrea Eckholdt – Saitensprünge. Schüler des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik stellen sich vor
Professoren im Konzert: Igor Malinovsky und Annette Unger (Violine), Pauline Sachse und Vladimir Bukac (Viola), Emil Rovner (Cello), Arkadi Zenzipér (Klavier) – Richard Strauss: Sextett für Streicher aus der Oper „Capriccio“ op. 85, Antonín Dvorák: Klavierquintett A-Dur op. 81, Peter. I. Tschaikowski: „Souvenir de Florence“, Streichsextett d-Moll
Gesprächskonzert: Erich Scheungraber (Moderation) und das Lerchenquartett (Kathrin Scheungraber und Lisa Klotz (Violinen), Hanna Breuer (Viola), Sophia Scheungraber (Cello) – D. Schostakowitsch Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Frederick – für Streicher. Musiktheater für Kinder. Benjamin-Orchester des Heinrich-Schütz- Konservatoriums.
Sinfonietta Fredericia mit Marianne Eising und Karen Valeur
Preisträgerkonzert der Hochschule für Musik Dresden: Preisträgerinnen und Preisträger aus den Klassen Prof. Annette Unger/Violine, Prof. Igor Malinovsky/Vioine, Prof. Pauline Sachse/Viola und Prof. Danjulo Ishizaka/Violoncello
Wald String Quartett – Edward Grieg: Streichquartett g-Moll op. 27 (erarbeitet im Kurs mit Vogler)

Workshop und Beratungen:
Gudrun Schröter (D) – Feldenkrais warm-up
Pirastro (D) – Saitenberatung
Stefan Pintev (D) – Umgang mit Yamaha E-Instrumenten
Sabine Frick (D) – Rhytmikon. Alexandertechnik

Podiumsdiskussion
„La Cellissima“ – Prof. Maria Kliegel (D): Die Künstlerin im Recital und Gespräch mit Siegfried H. Pöllmann. Am Flügel: Nina Tichman

Präsentationen:
Prof. Bujar Sykia (ALB) – Rückblick auf die albanische Violinschule vom Frühstadium (1946 erste professionelle Musikschule) bis heute
Prof. John Holloway (UK)– „Ein scheußlicher Geist“
Prof. Dr. Clive Brown (UK) – Beethoven op. 61 Violinkonzert, Aufführungspraxis und Tradition im 19. Jhd. Auf der Suche nach den Intentionen des Komponisten
Prof. Yova Yordanova (RU) – Neue Methoden zur Ausbildung von Geigenschülern (Anfänger)
Ingolf Turban (D) und Norbert Müllemann (D) – Pablo de Sarasates Zigeunerweisen Gypsy Airs op. 20 neu lektoriert (Henle Verlag)
Bernd Müsing (D) – Der Bogen: Physikalische Grundlagen, Geschichte und Evolution (Arcus)
Prof. Dr. Eckart Haupt (D) – Konventionelle oder Boehm-Flöte und die romantische Musik
Prof. Wolfgang Klos (A) und Prof. Piotr Szumiel (P) – Violapyramide (Kooperation Hochschulen Wien und Dresden)
Hella Hartung-Ehlert (D) – Frederick, für Streicher, Musiktheater für Kinder
Klaus Ludwig Clement (D) und Alexander Pilz (D) – Geschichte der Streichinstrumentenlacke und ihrer Funktion. Historische Betrachtung und moderne akustische Analysen
Angela Dominguez (ESP) und Mark Lambrecht (B): Polifonia „Bilden für das Unternehmertum“
Andreas Sønning (NO) – Kreative Musiker als Unternehmer. Grundlagen der Geschäftswelt für Musiker und kulturelle Institutionen
Franziska Kraft (D) – Chaos oder Selbstfindung. Der rote Faden.
Susanne Paul (D) – Grooven auf dem Streichinstrument. Spezielle Spieltechniken von Jazz, Rock und Tango im Streichunterricht
Prof. Dr. Eckhardt Altenmüller (D) – Warum musizieren wir? Hirnphysiologische und evolutionäre Grundlagen der Musikliebe.
Ramil Sadriev (RU-TA) und Lilia Absatarova (A) – Musik aus Russland und Tatarstan
Elisabeth Grabner (A) – Selbstorganisiertes lebenslanges Lernen in der Violinpädagogik aus Sicht der Lehrenden
Luigi Gageos (RO) – Der Weg von der Musikklasse zur weltweiten Aufführung
Prof. Dr. Christian Jabusch (D) – Schmerzsyndrome bei Musikern. Mechanismen, Rehabilitation und Prävention
Prof. Wolfgang Lessing (D) – Die Schulkultur der Spezialschulen für Musik in der DDR
Prof. Annette Unger (D) – Konzert und Unterricht, eine gute Ehe?
Prof. Judith Ermert (B) – Konzert-Vorlesung. Hindemith und sein Werk. Am Flügel: Daan Vandewalle
Kosovo String Trio (KO) – Streichtrios von Albanischen Komponisten
Ulf Prelle (D): Die Händigkeit. Aufgabe und Chance
Tim Vogler (D): Intonation im Ensemblespiel
Tobias Grosshauer (CH): Bühne, Labor, zu Hause. Anwendungen neuer Technologien für Unterricht, Üben und Forschung

Danksagung
Die Umsetzung des Kongresses ist u.a. den Sponsoren Pirastro, Thomastik Infield Vienna, Schott, Breitkopf & Härtel, Edition Peters Group, G. Henle Verlag zu verdanken. An erster Stelle ist dem Einsatz der Sekretärin der deutschen ESTA Trixi Wentscher-Helpenstein und ihrer Familie zu danken, ebenso den Vorstandsmitgliedern Udo Scheuermann (Präsident), Prof. Ulf Klausenitzer (Vize-Präsident), Agnes Stein von Kamienski (Schatzmeisterin), Walter Mengler, Prof. Ute Hasenauer, Hella Hartung-Ehlert, Erich Scheungraber

6. Januar 2018, ISABEL HAHN

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